Psychotherapeut in Fachausbildung unter Lehrsupervision

Psychotherapie

Im Leben können Menschen mit Fragen und Belastungen konfrontiert sein, die sich nicht einfach durch Nachdenken oder äußeres Funktionieren lösen lassen. Ängste, Erschöpfung, innere Unsicherheit, Beziehungskonflikte, wiederkehrende Muster oder psychische Belastungen können das eigene Leben zunehmend einengen. Manches ist klar benennbar, anderes zeigt sich erst im Gespräch genauer.

Psychotherapie kann einen Raum bieten, dem eigenen Erleben genauer nachzugehen und besser zu verstehen, was innerlich belastet, verunsichert oder festhält. Dabei geht es nicht um vorschnelle Antworten. Im Mittelpunkt steht zunächst ein sorgfältiges gemeinsames Verstehen dessen, was im eigenen Leben wirksam geworden ist.

Wann kann Psychotherapie sinnvoll sein?

Psychotherapie kann sinnvoll sein, wenn das eigene Erleben schwer verständlich wird, bisherige Antworten nicht mehr tragen oder innere Orientierung verloren geht. Das kann sich etwa in Ängsten und innerer Unsicherheit, anhaltendem Stress und Erschöpfung, Selbstzweifeln und Selbstwertthemen, Lebenskrisen oder wiederkehrenden Beziehungskonflikten zeigen. Manchmal steht weniger ein einzelnes Symptom im Vordergrund als das Gefühl, nur noch zu funktionieren, nicht mehr richtig bei sich zu sein oder nicht zu wissen, wie es weitergehen soll.

In der Existenzanalyse wird der Mensch dabei nicht auf ein Symptom oder eine einzelne Eigenschaft reduziert. Im therapeutischen Gespräch geht es darum wahrzunehmen, was eine Situation mit einem Menschen macht, was ihn daran berührt und welche Bedeutung sie für ihn hat. Erst wenn das eigene Erleben ausreichend Raum bekommt, kann deutlicher werden, was darin verstanden, verändert oder neu beantwortet werden möchte.

Das eigene Erleben verstehen

Ein Ausgangspunkt meiner therapeutischen Arbeit ist die konkrete Situation: Was ist geschehen? Wie erleben Sie das? Was löst es in Ihnen aus? Was beschäftigt Sie daran besonders?

In der Personalen Existenzanalyse wird zunächst dem Raum gegeben, was einen Menschen in einer Situation tatsächlich erreicht und bewegt. Gefühle, Gedanken, Erinnerungen oder spontane Impulse können als Eindruck wahrgenommen werden, bevor sie vorschnell erklärt oder bewertet werden. So kann es möglich werden, das eigene Erleben genauer wahrzunehmen und nicht über sich selbst hinwegzugehen.

Eine eigene Stellungnahme finden

Verstehen allein ist jedoch nicht immer ausreichend. Eine zentrale Frage ist, wie ein Mensch selbst zu dem steht, was er erlebt:

Was bedeutet diese Situation für mich? Was ist mir wichtig? Was entspricht mir – und was nicht? Wozu kann ich stehen?

Die Existenzanalyse bezeichnet dies als persönliche Stellungnahme. Der Mensch bleibt nicht nur bei dem stehen, was mit ihm geschieht, sondern setzt sich innerlich dazu in Beziehung. Gefühle, das eigene Gespür, Werte und persönliche Überzeugungen können dabei eine Rolle spielen.

Gerade wenn man lange versucht hat, Erwartungen zu erfüllen, Konflikten auszuweichen oder einfach weiterzufunktionieren, kann das Eigene schwer wahrnehmbar werden. Die therapeutische Arbeit kann dabei unterstützen, wieder deutlicher zu erkennen, was zu einem selbst gehört und wozu man innerlich Ja oder Nein sagen kann.

Zu sich stehen und handeln

Eine persönliche Stellungnahme kann schließlich Ausdruck im eigenen Leben finden. Das kann bedeuten, eine Entscheidung zu treffen, ein Gespräch zu führen, eine Grenze zu setzen, um etwas zu bitten, ein Nein auszusprechen oder eine bisherige Haltung zu verändern.

Die Personale Existenzanalyse beschreibt diese Bewegung als einen Weg vom Eindruck über die Stellungnahme zum Ausdruck. Was einen Menschen bewegt, wird zunächst wahrgenommen und verstanden. Daraus kann eine eigene Position entstehen und schließlich eine Antwort, die zur Person und zur konkreten Situation passt.

Psychotherapeutische Arbeit berührt damit auch die Frage: Wie möchte ich mit dem, was mir begegnet, umgehen?

Selbstwert, Grenzen und das Eigene

Manche Belastungen berühren besonders die Frage, wie ein Mensch zu sich selbst steht. Selbstzweifel, Schwierigkeiten mit Abgrenzung oder eine starke Orientierung an den Erwartungen anderer können dazu führen, dass das Eigene zunehmend in den Hintergrund tritt.

Die dritte Grundmotivation der Existenzanalyse richtet den Blick auf die Frage: Darf ich so sein, wie ich bin? Dabei geht es um das Eigene, um Selbstwert, Abgrenzung und darum, sich im Gegenüber nicht zu verlieren.

In der Therapie kann es deshalb auch darum gehen, eigene Gefühle, Bedürfnisse, Überzeugungen, Werte und Grenzen deutlicher wahrzunehmen, sich selbst ernst zu nehmen und zu dem stehen zu können, was als das Eigene erlebt wird. Selbstwert wird dabei nicht allein von der Anerkennung durch andere getragen, sondern auch von der eigenen Selbstanerkennung.

Orientierung finden und das eigene Leben gestalten

Psychotherapie richtet sich nicht ausschließlich darauf, Belastendes zu verstehen. Es kann auch darum gehen, wieder Orientierung für das eigene Leben zu gewinnen.

Existenzanalytisch beginnt diese Orientierung bei der konkreten Lebenssituation: Was ist tatsächlich gegeben? Welche Möglichkeiten bestehen? Was ist darin wertvoll? Was möchte erhalten, verändert oder verwirklicht werden?

Die Sinnfindung verbindet dabei Wahrnehmen, Werten, Wählen und Wirken. Aus dem Verstehen einer Situation und dem persönlichen Bezug zu ihren Möglichkeiten kann eine Entscheidung entstehen, die schließlich im eigenen Leben umgesetzt wird.

So kann Psychotherapie dazu beitragen, nicht nur besser zu verstehen, warum etwas schwierig geworden ist, sondern auch klarer zu sehen, wie das eigene Leben von hier aus weiter gestaltet werden kann.

Wie ich therapeutisch arbeite

In meiner Arbeit ist mir ein ruhiger, aufmerksamer und dialogischer Zugang wichtig. Es soll möglich werden, dem eigenen Erleben genauer nachzugehen und Worte für das zu finden, was innerlich belastet, verunsichert oder festhält.

Die Psychotherapie in meiner Praxis in 1010 Wien orientiert sich an der Existenzanalyse. Dabei steht der Mensch mit seinem konkreten Erleben im Mittelpunkt. Es geht darum, die eigene Situation und das eigene Erleben genauer wahrzunehmen und zu verstehen, eine persönliche Stellungnahme zu finden und daraus eine Antwort auf das zu entwickeln, was das Leben gerade verlangt.

Dabei muss zu Beginn noch nicht klar sein, was „das eigentliche Problem“ ist oder wohin die Therapie führen soll. Ausgangspunkt kann das sein, was Sie aktuell beschäftigt und was in Ihrem Leben nach Klärung verlangt.

Mehr über meinen therapeutischen Ansatz erfahren Sie auf der Seite „Existenzanalyse“.

Wenn Sie ein Erstgespräch vereinbaren möchten, können Sie direkt Kontakt aufnehmen.

Harald Ottawa, MA
Psychotherapeut in Fachausbildung unter Lehrsupervision
Adresse

Gonzagagasse 5/2/44,
1010 Wien

Kontakt

0693/3014995
harald@psychotherapie-ottawa.at

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